Am 15. Februar traten Eliah Kürsteiner und Andreas Berger zur 1. Dan Prüfung im Karate an. Über viele Jahre und in den vergangenen Monaten besonders intensiv haben beide das Karate-Programm verinnerlicht und ihre Techniken perfektioniert.
Begonnen hat die Prüfung mit dem Demonstrieren der total 43 Selbstverteidigungstechniken auf verschiedenste Angriffe, jeweils in links und rechts ausgeführt. Dabei legte die Prüfungskommission Wert auf realitätsnahe Ausführung und Wirkung. Anschliessend mussten die Prüflinge eine Auswahl aus den 13 gelernten Katas zeigen. Hier wurde die Perfektion der Grundschule (Kihon), Balance, Kraft und Ausdruck gewertet denn eine Kata ist ein Kampf gegen einen imaginären Gegner und sollte auch als solcher erkennbar sein.
Anschliessend ging es in die Abfrage der Kihon. Dabei wird jedem Prüfling ein Blatt mit vorgegebenen Kombinationen aus Grundschultechniken abgegeben und der Prüfling muss diese exakt so ausführen, wie sie auf dem Blatt stehen ohne diese ausprobieren zu dürfen. Das bedeutet, sie müssen sich die Technikabläufe inkl. Pausen, Körperdrehungen und Kiai im Geiste vorstellen und diese dann präsentieren. Diese Aufgabe erfordert enorm viel Konzentration und mentale Stabilität.
Anschliessend an diese Mammut-Aufgabe waren die One-Step (Ippon-Kumite) an der Reihe und beide mussten jeweils 56 verschiedene Abwehr-Techniken auf den immer gleich bleibenden Angriff vorzeigen. Dabei wird insbesondere auf die Genauigkeit der Techniken und den richtigen Abstand (1 Sun = 3 cm) zum Körper des Partners geachtet.
Danach ging es weiter mit Budo-Hintergrundwissen, Kuatsu (1. Hilfe), Kumite (Kampf) und Tameshiwari (Bruchtest). Beide haben ihre Bretter (3 cm und 6 cm dick) gut durchgebracht und waren entsprechend erleichtert.
Eliah hat insgesamt eine solide Prüfung abgelegt und konnte während der gesamten Prüfung seine Konzentration hoch halten. Auch beim Hintergrundwissen konnte er souverän erklären und zeigen, wie gut er sich nebst der körperlichen Vorbereitung auch in die Materie eingelesen hat. Wir sind daher stolz, Eliah Kürsteiner nun in den Reihen der Kun-Tai-Ko Meister aufzunehmen und sind sicher, dass er seinen Schülern viel Gutes mit auf ihre Wege geben wird.
Andy erlebte die gesamte Prüfung durch ein mentales up-and-down und konnte so an diesem Tag und während des rund 5-stündigen Examens nicht seine volle Leistung abrufen. Er hat somit den Schwarzgurt erst eingeschränkt erhalten und muss sich innert der nächsten 4 Monate nochmals in Kihon, Dojokun und Hintergrundwissen beweisen. Im Wissen um die Herausforderungen begleiten und unterstützen wir Andy gerne auf diesem Weg. Denn Karate-Do ist, wie der Name sagt, ein Weg, der gegangen und gelebt werden muss, sowohl in körperlicher aber insbesondere auch in geistiger Hinsicht.



