Endlich! Endlich war es wieder möglich, sich auf dem Tatami mit Kampfsport-Freunden aus anderen Schulen und Ländern auszutauschen. Caroline rief ihre Kollegen aus dem internationalen Kun-Tai-Ko Dan-Gremium der WKBA (World Kun-Tai-Ko Budo Association) zu einem Jubiläums-Workshop in die Schweiz zusammen. Gleich 4 Referenten aus Österreich und Deutschland haben spontan zugesagt und dem Kun-Tai-Ko Schweiz zum 40-jährigen die Ehre gegeben.
Wir betonen ja immer unseren Familien-Geist und so findet seriöser Kampfsport jeder Stilrichtung im Kun-Tai-Ko-System Raum. Entsprechend abwechslungsreich war dann auch das Lehr-Programm des Gasshuku.
Eröffnet hat das Gasshuku (japanisch für Intensiv-Lehrgang) unser charismatischer Grossmeister Shihan Norbert Punzet (10. Dan, Deutschland) mit seinen «Kun-Tai-Ko Lieblingstechniken» und hat einige kleine Kniffs & Tricks bei den Hebeltechniken zum Besten gegeben.
Dann hat Peter Neuwirth (4. Dan, Österreich) die rund 50-köpfige Gruppe in die Welt des Kobudo entführt. Mit Tonfa und Bo ging es für alle zur Sache. Angriff-Abwehr mit Kombination beider Waffen waren das Hauptthema und auch Kobudo-Anfänger haben viel Spass gehabt. Allerdings musste die Konzentration hoch gehalten werden damit man dem Partner nicht mit der Waffe auf die Finger haute…
Caroline Martin Asal (Renshi 6. Dan und Lead der Schweizer Kun-Tai-Ko-ler) hat danach in ihrem Kickbox-Seminar auch den Nicht-Kickboxern viele technische Nuancen und Infight-Tricks vermittelt und damit auch «Nicht-Fighter» begeistern können. Denn schliesslich dienen viele ihrer Tricks und Kniffs ebenso der Selbstverteidigung. Sie entliess eine kräftig verschwitzte Gruppe ins verdiente Mittagessen.
Andreas Lorenz (5. Dan, Deutschland) hat dann die Kampfsportler jeder Couleur bei Boden-Kampf vs. Boden-Selbstverteidigung auf dem Tatami viele Finessen und effiziente Tricks zur Befreiung gelehrt. So gleich nach dem Mittagessen war der Bodenkampf und damit das Aushalten des Gewichtes des Partners auch in anderer Hinsicht eine Herausforderung… Aber es hat Spass gemacht und zu einigen Aha-Momenten geführt.
Zum Schluss des Gasshuku hat dann der Krav-Maga-Experte und Kun-Tai-Ko-ler Mike Weinhart (6. Dan, Deutschland) mit KravMaga Stress-Games die grosse Gruppe ausser Puste gebracht. Da ging es nicht mehr um Schönheit und Perfektion der Techniken sondern um die bedingungslose Selbstverteidigung, auch in Situationen der Überraschung und Erschöpfung.
Das Gasshuku war ein voller Erfolg, neue Freundschaften wurden geknüpft, andere gefestigt und es war ein riesen Motivations-Schub für alle anwesenden Kampfsportler. Denn in «Martial Arts» hat niemand jemals ausgelernt. Daher bleibt es ein Leben lang spannend und kann bis ins hohe Alter ausgeführt werden.




